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Business-Etikette
Benimm ist in - sich sicher auf dem
Parkett bewegen können stärkt das Selbstbewusstsein. Und
ist mit Sicherheit sehr hilfreich, will man die Karriereleiter nach
oben klettern bzw. Erfolg haben.
| Benimm
ist in |
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"Interessiere Dich für andere,
wenn Du haben willst, dass andere sich für
Dich interessieren. Respektiere Dich selbst,
wenn Du willst, dass andere Dich respektieren
sollen."
Adolph Freiherr von Knigge
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Benimm ist in - sich sicher auf dem Parkett
bewegen können stärkt das Selbstbewusstsein.
Und ist mit Sicherheit sehr hilfreich, will man
die Karriereleiter nach oben klettern bzw. Erfolg
haben.
Einer Studie der Universität Darmstadt zufolge
ist das Auftreten und eine natürliche
Souveränität wichtiger für
die Karriere als alle Zeugnisse. Wer auf dem Parket
glänzen will, sollte die Etikette kennen.
Kennen Sie die Zauberworte und die Benimmregeln?
Guter Stil und Etikette! Das tägliche
Miteinander könnte um einiges leichter fallen,
hält man sich an kleine Spielregeln und Umgangsformen.
Man denke nur an die vielen Einkaufwagen, die
einem samstags in die Hacken geschoben werden.
Wenn dies schon nicht funktioniert, wie dann
im Berufsleben? Oder verhält man sich da
automatisch "korrekter"?
Denn ob Vorstellungs- / Verkaufsgespräch,
Restaurantbesuch im Privat- oder Berufsleben,
das gekonnte und sichere Auftreten entscheidet
heute über Erfolg und Sympathiepunkte.
Zwar ist militärischer Drill out, aber wer
die Tischsitten nicht beherrscht oder sich unpassend
kleidet, hat nach wie vor schlechte Karten. Denn:
Der Mensch entscheidet innerhalb von
drei Sekunden über Sympathie oder
Antipathie! Und der erste "falsche"
Eindruck lässt sich nur schwer wieder "gerade
rücken".
Schlechtes Benehmen ist ein Zeichen von
Rücksichtslosigkeit, Unhöflichkeit
bringt Nachteile mit sich und Höflichkeit
hat nichts mit Lügen und Heuchelein zu tun.
Takt ist das Gefühl für
richtiges und angemessenes Verhalten, wobei
Feingefühl die Voraussetzung hierfür
ist. |
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| Kennen
wir uns? |
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"Einen Namen hat man, wenn man keinen
Wert mehr auf den Titel legt."
(Sigmund Graff, 1889 - 1979)
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Wer begrüßt den nun wen zuerst? Wer
gibt wem die Hand? Oder ist der Handshake überhaupt
angebracht?
Übertragen Sie hier nicht die privaten Gepflogenheiten
- wer den Raum betritt, ruft ein Hallo hinein
- in das Berufsleben. Denn obwohl auch hier alles
etwas lockerer zugeht, siegt nach wie vor die
traditionelle Begrüßungsregel.
Handschlag
Regel: Wer erweist wem die Ehre? Und dies ganz
unabhängig vom Geschlecht.
- Chefinnen / Chef entscheiden, ob sie die Mitarbeiter
mit Handschlag begrüßen, die Altersregel
ist hier aufgehoben.
Beispiel: Frau, 50 Jahre, trifft Mann, 30 Jahre,
auf dem "gesellschaftlichen Parkett".
Es ist ihre Entscheidung, ob sie ihm die Hand
reicht. Aber: Er, Chef, 30 Jahre, trifft auf
Sie, Mitarbeiterin, 50 Jahre. Es ist die Entscheidung
des Chefs, ob er ihr die Hand reicht.
Der perfekter Händedruck:
- ist nicht kraftlos aber auch nicht knallhart.
- ist nicht geschüttelt.
- ist keine Austausch von schwitzig-feuchten
Händen.
Bei der Begrüßung durch Handschlag,
schaut man sich in die Augen und die andere Hand
ist auch aus Unsicherheit nicht in der Tasche.
Vorstellen und Bekannt machen
Regel: Die Hierarchiestufe ist entscheidend!
Derjenige, der auf der Hierarchie-Ebene höher
eingestuft ist, wird vorgestellt / bekannt gemacht.
Wer wird wem vorgestellt oder wer stellt sich
zuerst vor?
- der Herr wird der Dame vorgestellt
- der Jüngere dem Älteren
- der Rangniedrige dem Ranghöheren
- der Ankömmling den Anwesenden
- der Azubi der Mitarbeiterin
- die Mitarbeiterin dem Vorgesetzen
- der ausländische Gast dem "Inländer"
- der einzelne Besucher der Gruppe
Wenn Frau sich selbst bekannt macht:
- "Ich heiße Vorname Nachname."
/ "Ich bin Vorname Nachname." / "Mein
Name ist Vorname Nachname" / "Ich
bin Frau Nachname." / "Mein Name ist
Nachname."
- Gegebenenfalls kann man noch das Unternehmen
nennen, für das man tätig ist.
Wenn Mann sich selbst bekannt macht:
- "Ich heiße Vorname Nachname."
/ "Ich bin Vorname Nachname." Bitte
immer Vor- und Zuname kombinieren.
- Gegebenenfalls kann man noch das Unternehmen
nennen, für das man tätig ist.
Und was macht man mit dem Akademischen Titel,
Adelsprädikaten, Amtsbezeichnungen? Im deutschsprachigen
Raum gilt der Doktortitel praktisch als Bestandteil
des Namens, im Ausland gebührt dies nur Ärzten.
Auch das Adelsprädikat ist in Deutschland
Teil des Namens.
- Höfliche "Ohne-Titel-Träger"
sprechen den Titel bei Akademikern immer aus,
so lange, bis das Gegenüber von sich aus
klar macht, dass es nicht mehr nötig ist.
- Akademiker unter sich lassen diese
gerne weg und reden sich nur mit Namen an.
Was nie falsch sein kann: Eine positive
Atmosphäre schaffen. Ein kurzes Zunicken
oder kleine Gesten, die signalisieren "Ich
habe Sie bemerkt" sind Zeichen von Höflichkeit,
sollte man noch in einem Gespräch sein oder
beschäftigt. Geht man auf jemanden zu, signalisiert
das Aufmerksamkeit.
Falsch kann es nur werden, wenn man den räumlichen
Abstand zum Gegenüber, also die Grenze zwischen
Nähe und Distanz überschreitet. Zu beachten
ist dabei:
- Intime Distanz: Abstand höchstens 50
Zentimeter, körperlicher Kontakt
- Persönliche Distanz: zwischen 50 Zentimeter
und einem Meter, Abstand zur Begrüßung
- Gesellschaftliche Distanz: Abstand bis zu
zwei Metern, man wartet ab
- Öffentliche Distanz: mehrere Meter, eine
persönliche Begrüßung herzustellen,
ist kaum möglich
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| Du
oder Sie? |
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Wer bietet denn nun das Du an? Auch hier gilt
ganz grob die Regel: der Ranghöhere / Ältere
bietet dem Rangniedrigerem / Jüngeren.
Gesellschaftliche Gleichheit durch das "Du"
auszudrücken ist nicht mehr wie vor ein paar
Jahren modern. Das "Du" ist ein Angebot
und eine Annahme:
- der Ältere dem Jüngeren
- der Ranghöhere dem Rangniederen
- Gleichaltrige, ob Mann oder Frau, bieten sich
das Du an.
Achtung: Oft tritt mit der "Duzerei"
eine Verwischung der Grenzen auf und die Distanz,
die mitunter im Berufsleben benötigt wird,
geht verloren. "Du" stellt nicht immer
eine größere Kollegialität her.
Die Kombination aus "Sie + Vornamen"
ist ein guter Kompromiss. Ebenso schwierig ist
es, wenn über die geschäftliche Verbindung
hinaus auch noch eine persönliche besteht.
Eine Absprache im Vorfeld, wie man sich gegenüber
anderen Geschäftspartner beim Zusammentreffen
verhält, ist sinnvoll.
Visitenkarten
Der Austausch von Visitenkarten kann ebenso eine
Form sein, sich namentlich bekannt zu machen.
Neben dem Namen finden sich weitere interessante
Informationen wie Beruf und Position, Telefonnummern,
E-Mail-Adressen.
Die Visitenkarte sagt auch etwas über den
persönlichen Stil und Geschmack der
Person aus, die sie überreicht und ist gleichzeitig
Ausdruck der Marketingstrategie eines Unternehmens
und ein Teil der "Corporate Identity".
Als Kurznachricht und Anlage bei der Übersendung
versprochener Unterlagen oder als Grußkarte
eignet sich die Visitenkarte
ebenso. |
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| Kleider
machen Leute |
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"Die Kleidung muss eine Liebeserklärung
an den Träger sein."
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Was ziehe ich an? Diese Frage stellen sich mit
Sicherheit nicht nur die Frauen...
Und wissen Sie, dass es ein Gerichtsurteil gibt,
welches einem Arbeitgeber recht gab, der einen
Mitarbeiter in eine Abteilung ohne Kundenkontakt
versetzte, weil derjenige keine Krawatte tragen
wollte.
Eine Einladung kann folgende Kleidungshinweise
enthalten:
- "Cravatte noire" oder "Black
tie": die Dame trägt Abendkleid,
der Mann Smoking.
- "Habit noir": hier kann zwischen
Smoking oder Frack gewählt werden.
- "Cravatte blanche "oder "White
tie": hier sollte die Dame zum festlichen
Abendkleid und der Mann zum Frack greifen.
- "Business casual": übliche
Geschäftskleidung. Frau trägt Kostüm
oder Anzug, Mann trägt Anzug.
Frau - noch schnell umgezogen
Schneller gesagt als getan. Denn die Qual der
Wahl bleibt. Als Frau sollte man sich sorgsam
in einer doch noch männerdominierten Geschäftswelt
kleiden. Vor allem dann, wenn man sich in einer
Führungsposition befindet. Denn "mann"
bewertet manchmal mit Vorurteilen und Klischeedenken.
Kann es sein, dass sehr kurze Röcke und tiefe
Einblicke ein "leichtes Dummchen" Image
vermitteln? Rüschchen und Volants eher der
"inkompetenten Träumerin" zugeschrieben
werden? Bei kalten Farben und zugeknöpften
Anzügen auf die "knallharte Spießerin"
geschlossen wird? Sicherlich nicht ganz so hart.
Die Zeiten sind ja vorbei.
Trotzdem ist auf die Wirkung der eigenen Kleidung
zu achten, denn auch auf das Selbst-Marketing
kommt es an. Und das wird zuerst durch den optischen
Eindruck vermittelt. Je nach Anlass sollte Frau
das passende Outfit wählen, ob nun Abendgala,
Mitarbeiterversammlung oder Incentive. Diese Basics
dürfen dabei nicht fehlen:
- Kleid in dezentem Farbton, langer Rock
oder klassische Hose
- Dunkler Hosenanzug oder Kostüm
- Blusen in weiß oder blau, verschiedene
hochwertige T-Shirt, einfarbige dezente Wollpullover
in Kaschmir oder feiner Schurwolle
- Ein kleines Schwarzes.
- Schwarze Schuhe mit flachem Absatz,
Schuhe mit höherem Absatz
- Blazer in dunkelblau oder Schwarz,
ein Mantel (länger als die Jacke
des Kostüms oder Kurzmantel)
- Accessoires und Make-up: Handtasche
in schwarz, Perlenkette, Perlenohrringe oder
dezente Goldkette ist meist richtig. Make-up
und Parfüm sollten dezent und genau wie
Schmuck und Frisur, dem Typ entsprechend gewählt
werden.
Und noch einige Tipps für die Frau im
Berufsleben (Quelle: "Stilsicher im Beruf",
www.amica.msn.de):
- Netzwerke schaffen: denn Kolleginnen
stellen oft größere Hürden als
männliche Kollegen dar. Mehr dazu erfahren
Sie auch bei womanager.com.
- Gut gesagt: Argumentieren wie ein Mann,
kommunizieren wie eine Frau.
- Von Kopf bis Fuß: Kleidung, Frisur,
Make-up sorgfältig aufeinander abgestimmt
auswählen und sich dabei Zeit lassen.
- Der Ton macht die Musik: Stimme trainieren,
denn oft sprechen Frauen zu leise, zu hoch,
zu schrill oder die Stimme überschlägt
sich.
- Still gestanden: muss nicht sein, aber
Haltung ohne Krummbuckel bewahren. Dies vermittelt
Kompetenz und Selbstbewusstsein.
- Contenance: Gefühle im Zaum halten,
keine Tränen, keine hysterischen Anfälle.
Das hat Zeit bis nach Feierabend.
Bei der Auswahl von Kleidungsstücken darf
die Bedeutung der Farben nicht vergessen
werden. Aggressives Rot, natürliches Braun,
souveränes Schwarz oder feminines Rosa...
So signalisiert jede Farbe unbewusste Botschaften
und/oder unterstreicht den eigenen Typ. |
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| Business-Kleidung
für Ihn |
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Am besten ist das "kleine Schwarze"
auch für Ihn. Wie bei den Damen gilt, dass
klassische, in dezenten Farben gehaltene Kleidungsstücke
untereinander kombinierbar sein sollten:
- Schwarzer, dunkelgrauer oder dunkelblauer
Anzug wird immer noch - zum Teil in Kombination
mit Nadelstreifen - bevorzugt.
- Daneben sind auch Kombinationen aus
Blazer und Hose möglich.
- Feine, dunkle oder beige (Kaschmir)Pullover
für kältere Tage und eine Auswahl
an hochwertigen Shirts in dezenten Farben
für die wärmeren Monate.
- Zwar halten auch bei der Managermode immer
mehr Farben Einzug, jedoch ist der Griff zu
weißem oder pastellfarbenen Hemd
immer noch richtig.
- Dazu sollten nicht allzu schreiende Krawatten
getragen werden. Mit ihr setzt man Akzente.
Am besten sind immer noch Krawatten in dunklen
Grundtönen mit dezentem Muster.
- Zu den Basics gehören auch schwarze
Fliege und weißes Einstecktuch in
den Kleiderschrank des Herrn.
- Insgesamt sind dunkle Socken in Seide
oder Baumwolle, Gürtel und dunkle
Schuhe passend zu wählen. (schwarz
ggf. dunkelblau oder -braun).
- Als "darüber " trägt Mann
einen Mantel oder modischen Kurzmantel.
- Accessoires: klassische Uhr, neben
Ehering maximal noch einen Ring, Krawattennadel.
Ein gut riechendes Rasierwasser rundet die gepflegte
Erscheinung des Herrn ab.
Allgemein gültige Regel für SIE und
IHN:
Ob Mann oder Frau, ob im Privat- oder Berufsleben:
eine gepflegte Erscheinung hat nicht nur mit Anzug
und Kostüm sowie den passenden Accessoires
wie Uhren, Schmuck und Aktentasche zu tun. Die
Körperpflege gehört auch dazu: perfekt
rasiert mit gepflegten Haaren und Händen.
Was trägt Frau bei einem festlichen Anlass,
auf einer Vernissage oder einer Geschäftseröffnung
am Abend? Was zieht er am Abend, bei Incentives
oder bei offiziellen oder legeren Geschäftsterminen
an? Mehr dazu: Dressed for Success. |
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| Die
offizielle Einladung |
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"Er wurde gefragt, wo er seine feinen
und wohlgefälligen Sitten gelernt habe.
Er antwortete: 'Bei lauter unhöflichen
und groben Menschen. Ich habe immer das
Gegenteil von demjenigen gemacht, was mir
an ihnen nicht gefallen hat.' "
(Johann Peter Hebel, 1760 - 1826)
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Gleich, ob man nun Gastgeber oder Gast ist: handelt
es sich um eine öffentliche Veranstaltung,
so repräsentiert man auch das Unternehmen.
Und je nach Rolle, sollte man sich auf dem Parkett
bewegen, denn der persönliche Eindruck wird
auf das Unternehmen übertragen, dass man
repräsentiert.
Als Gastgeber
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"Ein Gastgeber ist wie ein Feldherr:
erst wenn etwas schief geht, zeigt sich
sein Talent."
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Im Vorfeld klären:
- Wie viele Gäste / Kunden sollen eingeladen
werden?
- Welcher Art ist die Veranstaltung?
- Wo findet die Veranstaltung satt?
- Wie hoch ist das Budget?
Dann:
- Einladungen im Namen des Unternehmens stellen
noch keine Mitarbeiterfete dar: Deshalb sind
die Mitarbeiter darüber zu informieren
und einzuweisen.
- Einladungen rechtzeitig (mind. zwei Monate
vor Termin) mit den wichtigsten Daten (Anlass,
Gastgeber, Termin und Ort, Kleidervermerk) versenden.
Bitte um Rückmeldung:
- R.s.v.p. ("Répondez, s'il
vous plaît"): Der Gastgeber bittet
um Rückantwort.
- U.A.w.g. ("Um Antwort wird gebeten"):
Der Gastgeber bittet um Rückantwort.
- U.A.w.g. bei Zusage: Bei diesem
Vermerk erwartet der Gastgeber, dass man sich
nur meldet, wenn man teilnehmen wird.
- p.m. (pour memoire): Erinnert an eine
bereits zugesagte Einladung.
- s.t. (sine tempore): Bitte auf die
Minute pünktlich sein (z.B. bei Konferenzen).
- c.t. (cum tempore): Man kann bis zu
15 Minuten später eintreffen.
Am Tag X:
- die Veranstaltung pünktlich beginnen,
mit höchstens 15 Minuten Verzögerung.
- die Gäste je nach Größe und
Art der Veranstaltung begrüßen: Pressekonferenz,
Firmenführung oder Mitarbeiterversammlung
mit Begrüßungsworten an die gesamten
Teilnehmer, bei einer festlichen Veranstaltung
am Saaleingang.
- versuchen, im Laufe der Veranstaltung mit
möglichst vielen Gästen/Kunden Kontakt
aufzunehmen.
- Smalltalk halten, aber politische oder kritische
Themen vermeiden.
- die Veranstaltung nicht zuerst und vor den
Gästen verlassen.
- sich auf Konferenzen mit einem Dankes- und
Schlusswort, bei kleinen festlichen Anlässen
persönlich verabschieden.
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"Er kam prinzipiell zu spät,
da sein Grundsatz lautete, Pünktlichkeit
stehle einem die Zeit."
(Oscar Wilde, 1854 - 1900, aus: Das Bildnis
des Dorian Grey)
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Als Gast:
- sagt man rechtzeitig bei Nichterscheinen ab.
- erscheint man pünktlich und plant längere
Anreisen ein.
- gibt bei vorhersehbarer Unpünktlichkeit
kurz Bescheid.
- begrüßt man auf jeden Fall die
Gastgeberin und den Gastgeber.
- steht man nicht gelangweilt in der Ecke, sondern
sucht Kontakt und das Gespräch mit anderen
Gästen/Kunden.
- wendet man sich dem Alkohol nur in Maßen
zu.
- bedenkt man, dass das Arbeitsleben am nächsten
Tag weiter geht. Deshalb sind auch hier Etikette
und Stil zu wahren.
- sucht man auf internen Veranstaltungen bereichs-
und abteilungsübergreifend das Gespräch.
- setzt man sich bei einer Einladung zum Essen
erst an den Tisch, wenn der Gastgeber zu Tisch
bittet.
Der Perfekte Gastgeber - Hier finden Sie Tipps
zur Planung und Organisation von der Pressekonferenz
bis zur Abendgala mit Checklisten. Des Weiteren
ist das Verhalten als Gast ausführlicher
dargestellt. |
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| Tischordnung |
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In der Regel hat sich der Gastgeber etwas dabei
gedacht, wenn er bestimmte Gäste zueinander
platziert. Wie damals ist auch der Platz,
der einem zuteil wird, Ausdruck des "Ranges
", den man inne hat. Privat spielt das
keine so große Rolle, bei offiziellen Einladungen
bestimmt "das Protokoll", wo man sich
setzt:
Grundsätzlich: je näher man
dem Gastgeber sitzt, desto höher der gesellschaftliche
Rang (gültig für Deutschland!)
- Der Ranghöchste Gast sitzt links
neben der Dame des Hauses (im Ausland
sitzt er rechts!),
- Rechts von der Dame sitzt der zweitranghöchste
Herr.
- Die Ranghöchste Dame sitzt rechts
vom Herr des Hauses,
- Links neben dem Hausherrn sitzt die
zweitranghöchste Dame.
- Von da an ergibt sich die Reihenfolge aus
der Wertschätzung der Gäste. Ehepartner
haben den gleichen Rang inne.
Weitere Regeln der Rangfolge in der Sitzordnung:
- Gäste vor Verwandten
- Alter vor Jugend
- ausländische Gäste vor inländischen
Gästen (weil diese nicht ausgeschlossen,
sondern integriert werden sollten; wenn möglich
nahe bei Gästen, die die gleiche Sprache
beherrschen)
- Angehöriger anderer Unternehmen vor den
eigenen Mitarbeitern
- Kinder schließen Lücken am Tisch.
So "gemein" wie sich das auch anhört,
besitzen sie streng genommen keinen Rang
- Künstler sind eine Ausnahme und können
einen höheren Rang einnehmen als nach der
klassischen Sitzordnung.
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| Erster
oder Ladies first? |
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Frauen sind heute zwar praktisch orientiert und
emanzipiert. Und es ist völlig klar, dass
die moderne Frau von heute selbst die Tür
zum Restaurant öffnen kann, den Wein durchaus
auch bewerten kann, aber...
- Der Herr geht vor der Dame
die Treppe hinunter und
- der Herr geht nach der Dame die Treppe
hinauf.
- Der Herr betritt vor der Dame
das Restaurant und
- nimmt ihr die Garderobe ab und
übergibt diese dem Ober (Delegation in
allen Ehren, aber dies bitte nicht dem Kellner
überlassen).
- Der Ober geleitet dann an den vorher reservierten
Tisch.
- Der Ehrengast setzt sich als erster
an den besten Platz am Tisch.
- Wenn alle sitzen, setzt sich der Gastgeber.
- Der Herr bietet der Dame
einen Platz an und rückt den Stuhl
zurecht.
- Erhebt sich eine Dame bei Tisch oder
kommt hinzu, so steht wenigstens der gastgebende
Herr auf (oder deutet dies an).
- Jede Dame hat einen Tisch-Herrn. Das
ist der Herr links von ihr.
Ausnahmen
- Hat die Dame eingeladen, zum Beispiel bei
Geschäftsessen, ist es ihre Aufgabe, das
Lokal als Erste zu betreten.
- Wird bereits gegessen, steht auch der Herr
nicht auf, wenn eine Dame hinzukommt. Es genügt
ein bestätigendes Nicken oder Begrüßung.
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| Wie
man isst, so ist man |
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"Ob der Philipp heute still, wohl
bei Tische sitzen will?"
(Der Struwelpeter von Heinrich Hoffmann,
1809 - 1894)
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Das nächste Geschäftsessen steht an:
lästige Pflicht oder angenehme Abwechslung?
Aber "sich bei Tisch benehmen zu können"
ist nicht nur im Berufleben zu beachten, sondern
gilt auch im Privatbereich. Wer das kleine Gedeck
beherrscht, muss auch das Gedeck für ein
fünfgängiges Menü nicht fürchten.
Beachtet man einige kleine Tricks und Tipps und
verlässt man sich etwas auf sein Gefühl,
kann eigentlich nichts schief gehen.
Das Essen kommt!
Meist ist der Tisch in guten Restaurants bereits
eingedeckt.
Die Anordnung und Benutzung und das Verhalten
am Tisch:
Menüwahl oder vorbestellt? Handelt
es sich um ein Geschäftsessen dürfen
sich ihre Partner das Menü selbst zusammenstellen
oder der Gastgeber empfiehlt, da er das Restaurant
in aller Regel ausgesucht hat und kennt.
Sind alle Speisekarten zugeklappt, heißt
dies, dass jeder seine Wahl getroffen hat. Die
Bestellung kann aufgenommen werden. In der Regel
gehören Vorspeise und Hauptgericht dazu.
Nach der Essensbestellung: Die Getränke
zu bestellen, obliegt oft dem Gastgeber und deshalb
bekommt er die Getränkekarte. Die Gäste
werden nach ihren Wünschen gefragt. Regel:
man trinkt zu dunklem Fleisch einen Rotwein und
zu hellem Fleisch oder Fisch einen Weißwein.
Am Besten man überlässt die passende
Wahl dem Sommelier. Der "erste" Schluck
steht dem Gastgeber zu. Ebenso das Recht, den
Wein bei Nicht-Gefallen zurückgehen zu lassen.
Oft wird allerdings beim Business-Lunch mittags
gern auf Alkohol verzichtet.
Bestecke von außen nach innen benutzen.
Das am weitesten außen liegende Besteck
ist für die Vorspeise. Die Schneide der
Messer liegt immer nach innen zum Teller hin.
Die Zinken der Gabel zeigen nach oben.
An der rechten Seite des Tellers liegen Suppenlöffel,
Fischmesser, Fleischmesser von außen nach
innen. An der linken Seite des Tellers entsprechend
das Vorspeisenbesteck, Fischgabel und Fleischgabel.
Oberhalb des Tellers liegt das Besteck für
das Dessert: Griff der Gabel nach links, Griff
des Löffels nach rechts.
Die Grundregel lautet: rechts befinden
sich nicht mehr als vier, links nicht mehr als
drei Bestecke. Bei einem Menü mit mehr als
sechs Gängen wird Besteck nachgereicht.
Das Brottellerchen steht links im Gedeck
und dazu liegt das Brotmesserchen auf dem rechten
Tellerrand.
Das Richtglas ist das Rotweinglas.
Das bedeutet, dass an ihm alle anderen Gläser
im Gedeck im 45-Grad-Winkel ausgerichtet
sind. Es steht über der Spitze des Tafelmessers.
Geschäftsessen oder Arbeitsessen? Das Gespräch
während des Menüs sollte über allgemeine
Themen handeln, außer bei einem Arbeitsessen.
Regel: Tischgespräche sollten
"geschmackvoll" wie das Essen und ohne
"Streit und Ärger" sein.
Der Gastgeber erhebt als erster das Glas
und trinkt den Gästen zu, angestoßen
wird nur an Geburtstagsfeiern und Jubiläen.
Grundsätzlich werden langstielige Gläser
am Stil angefasst.
Auch bei Tisch Haltung bewahren. Ellenbogen
nicht aufstützen. Beine nicht überschlagen
oder um die Stuhlbeine wickeln.
Die Serviette wird während des Essens
zu einem Drittel eingeschlagen und auf den Schoß
gelegt. Ist das Essen beendet, wird die Serviette
dann locker zusammengelegt und links neben den
Teller platziert.
Die Bestecksprache: Das Besteck gekreuzt
auf dem Teller (nicht mit den Griffen auf
den Tisch) heißt, dass das Essen kurzzeitig
unterbrochen wird oder nachserviert werden soll.
Das Besteck wird parallel leicht nach unten
rechts zeigend auf dem Teller abgelegt: der Gang
ist beendet.
Das Dessert wird nach dem Hauptgang
separat bestellt. Danach können immer noch
Kaffee oder Espresso eingenommen und auch die
Verdauungs-Zigarette ganz am Schluss geraucht
werden.
Bezahlen bitte
Derjenige, der die Einladung ausgesprochen hat,
begleicht die Rechnung. Durch die Wahl des Restaurants
wurde auch schon ungefähr die Preiskategorie
gewählt. Die Rechnung wird oft auf einem
Teller/einer Mappe vom Ober an den Tisch gereicht
oder man zahlt nicht im Beisein der Gäste
an der Theke.
Heiße Schlacht am kalten Buffet
- Das Buffet wird offiziell - meist vom Gastgeber
- eröffnet.
- Speisefolge und auch Reihenfolge am
Buffet: kalte Vorspeisen, Suppe, mehrere Hauptgerichte
aus Fisch oder Fleisch, Käse, dann Dessert.
- Bitte diese Gänge nicht mischen
oder kombinieren oder gar den Teller überhäufen
oder schon am Buffet essen/naschen.
- Für jeden Gang erneut an das Buffet
gehen, einen extra Teller und eventuell neues
Besteck verwenden. Benutztes Gedeck wird vom
Personal weggeräumt.
- "Einfädeln" wie im Straßenverkehr
gilt hier nicht: Einbahnstraße, d.h. britische
Haltung und Warten in der Schlange
am Buffet.
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| Gut
gesprochen |
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"15 Personen sitzen in einer Konferenz.
Ein Handy klingelt. 13 suchen ihren Apparat, um
herauszufinden, ob es ihres ist, das klingelt."
Vom Handy
zum Handycap und mehr über
die Tabuzonen.
Zu einem gelungenen Auftritt gehört nicht
nur das äußere Erscheinungsbild, sondern
auch wie man sich äußert. Fehlen
einem die Worte oder trifft man den Nagel
auf den Kopf?
Kann man Smalltalk betreiben und kennt
man die goldenen Regeln und die "Netikette"
für E-Mails?
Dass die Kommunikation im Geschäftsleben
einen hohen Stellenwert hat, dass korrekte Umgangsformen
ein positives Geschäftsklima bilden, weiß
man. Doch wie drückt sich das in Meetings,
Telefonate, Briefe und E-Mails oder gar in der
Körpersprache aus? |
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| Andere
Länder - andere Sitten |
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Man meint vielleicht, die Gepflogenheiten zu
kennen. Aber gibt es in Italien wirklich "Spaghetti
Bolognese"? Oder wurde dies nur für
Ausländer erfunden?
Alle Dos und Don'ts, die da auf dem Erdball
gelten und als gute oder schlechte Sitten angesehen
werden, kann man nicht kennen.
Es macht immer einen guten Eindruck, kennt
man die minimalen Grundregeln bzw. respektiert
man die nationalen Sitten, Moralvorstellungen
oder Gesellschaftsnormen.
Und die "guten Umgangsformen" der ausländischen
Geschäftspartner von Tochtergesellschaften
oder Kunden zu kennen, drückt den eigenen
Respekt aus.
Auf Geschäftsreisen in andere Länder
müssen nicht nur viele Kilometer absolviert,
sondern auch kulturelle Distanzen überbrückt
werden. Kennen Sie die Grundregeln des Business-Knigge
in den verschiedenen Ländern? |
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| Links
und Literatur |
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Aus: Mit Stil zum Erfolg von der Deutschen Bahn
AG (Artikel online nicht mehr verfügbar).
Business-Knigge von Allgemeinen Verhaltensregeln
über Zwischenmenschliches bis hin zum Chef.
Aus: Dressed for Success von der Deutschen Bahn
AG (Artikel online nicht mehr verfügbar).Von
den Basics für Sie und Ihn, de Geschäftstreffen,
festlichen Anlässen über Incentives
bis zur Abendgala.
Aus: Kommunikation mit Stil von der Deutschen
Bahn AG (Artikel online nicht mehr verfügbar).
Von der Körpersprache über Telefonate,
e-mail bis hin zum persönlichen Gespräch.
Aus: Business-Knigge,
gefunden bei jobware.de
Aus: Busniess-Knigge "Der
Ton macht die Musik", gefunden bei focus.de
Aus: WMF FantasTisch, Eindecken des Besteckes
(Artikel online nicht mehr verfügbar)
Aus: "Der neue Knigge", Franziska von
Au, Ludwig Verlag 2001, ISBN 3-7787-3988-3
Weitere Informationen
Total
Food Control: Besteck im Alltag
Machen Sie den Test: Wie
parkettsicher sind Sie? von focus-online.de.
Business-Knigge von businessgerman.com zum Nachlesen
in englischer
Sprache
Internationale
Kommunikationskulturen - 9. Kulturelle Faktoren:
Essen, Trinken, Geselligkeit, 1. Teil I: Tischsitten
und Gastlichkeit von Margarete Payer.
Kleiner
Hochzeitsknigge: Sicher am Fettnäpfchen
vorbei.
Brigitte Nagiller: Klasse
mit Knigge! Stilsicher in allen Lebenslagen.
redline-wirtschaft 2003. 312 Seiten. Paperback.
ISBN 3-8323-1011-8 |
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